Vorlesungsfrei = Urlaub? Denkste!

*vorbeihetz*

Stress im Moment, viele Projekte, die fertig werden müssen … Diss ist auch noch nicht endgültig abgegeben (das Überarbeiten dauert gefühlt länger als das Schreiben…)

… Und irgendwie war die Woche Urlaub auf Balkonien auch ratzfatz vorbei.

Jetzt sitze ich hier am Schreibtisch und arbeite ein Repititorium für eine große Anfängervorlesung aus. Drei Tage Präsenzseminar mit e-Learning-Unterstützung.

Und genau an diesem Material sitze ich.

Zum Zuarbeiten und Ausarbeiten des Projekts, das Basis des Crashkurses ist, haben wir zwei eigentlich sehr gute Hilfskräfte, eine studentische und eine wissenschaftliche.

Im Prinzip sollte der Ablauf so sein:

  • Die Idee des Projekts ist von mir und zusammen mit Chef habe ich das Gerüst des Ganzen entworfen.
  • Die beiden Hilfskräfte haben die Aufgabenstellungen samt Lösungen zu diesem Projekt erarbeitet. Die im erstem Moment nur „WOW“ sind. Nach deren Worten getestet. Und auch tatsächlich  funktionieren.
  • Meine Aufgabe ist nun, für die ersten Kapitel Referenzlerneinheiten zu erstellen, damit die Hiwis danach die restlichen Kapitel im gleichen Stil schreiben können.
  • Ich kontrolliere und korrigiere deren Lerneinheiten und stelle das Material online.
  • Die Hiwis führen das Seminar durch,
  • Danach kann das Material überarbeitet werden, falls nötig.

So weit, so gut.

Leider hänge ich mit der Entwicklung der Lerneinheiten hinterher. Warum?

*FingergewaltsamausderFausthaltunglösend*

Nun, es ist schön, wenn man tolle Aufgaben und Problemstellungen erstellt. Noch besser, wenn man dazu auch Lösungen erarbeitet, die auch in das Material für die Lerneinheiten eingehen sollen.

Leider ist es doof, wenn man dann so schöne Fehler einbaut, die man erst beim genauen Kontrollieren und Durcharbeiten feststellt, so dass ich jetzt alle Problemstellungen und Lösungen genau kontrollieren muss.

Und danach – wenn es mir um die Ohren flog –  das Ganze immer wieder – gerade für die verschiedenen Randbedingungen – zum Funktionieren bringen muss.

DAS WERDEN NOCH LANGE 4 Wochen😦

(Ok, morgen sehen ich die Hiwis … meine Mäkelliste ist LANG! Besucht mich notfalls jemand im Knast…? O:) )

Universität Schilda, guten Tag?

„Chef, wenn ich jetzt einen neuen Rechner bekomme – kann ich den alten dann haben? Ich mein, abgeschrieben ist er – und ich bezahle auch noch ein paar Euro dafür.“
„Ja, klar. Sekreteuse soll sich mal schlau machen, wie das mit dem Ausbuchen und Ent-Inventarisieren geht.“

Ein paar Wochen später.

„Du, das mit dem Rechner geht doch nicht. Die Uni erlaubt das nicht.“
„Wait. What?“
„Ja, Equipment darf nur noch entweder verschrottet oder irgendwo im Keller eingelagert werden.“
„Ähm, warum das denn?“
„Keine Ahnung, ich mach mich schlau.“

Noch etwas später.

„Aaaalso. Wir dürfen dir kein altes Equipment verkaufen, da dies ja kaputt gehen könnte und dir die Bude zum Beispiel abfackeln könnte. Oder die Lehne des dir verkauften Stuhls bricht ab und du fällst runter.“
„Ja und?“
„Na ja, du könntest dann die Uni verklagen, weil die dir das ja verkauft hat…“
„Wie bitte? Und was ist mit Haftungsausschluss vereinbaren?“
„Ne, geht nicht, weil – du könntest ja trotzdem… Und außerdem will das die Uni nicht.“

*erst mal sprachlos*

*Kinnlade einsammelnd und einrenkend*

„Also verstehe ich das richtig – du darfst altes Inventar im Keller versauern lassen, aber nicht mir zum oder über Buchwert verkaufen?“
„Richtig. Oder ich darf ihn zum Beispiel einer Schule schenken.“
„Moment. Habe ich das richtig verstanden? Und wenn die abfackelt? Das ist dann egal?“
„Ja, das ist egal, wie es scheint. Ist ja eine Schule. Und die verklagt die Uni nicht…“

Und so wird ein noch guter Schleppi im Keller versauern, anstatt bei mir noch treue Dienste zu leisten …

REPEAT WHILE TRUE: head –> desk

… so ruhig hier …

Ja, leider ist es im Moment etwas ruhig. Nicht nur im Büro (Kollege ist gerade alleine auf Konferenz), sondern vor allem hier, am Blog.

Endspurt nennt man so etwas.

Endspurt auf dem Weg zur Dissertation.

Das geplante Abgabedatum rückt näher (noch diesen Monat), es fehlen noch ein paar Seiten plus Überarbeitung – und auch sonst ist ja noch das eine oder andere zu tun.

Daher – ich bitte um Verzeihung, dass ich mich momentan nicht so recht über unsere Uni (nach wie vor ein Vorbild für „Das Haus, das Verrückte macht“), unsere Studenten (Wer zum Teufel gab einem Teil von denen irgendwann mal ein Abi?) und das Leben an sich auslassen kann.

Aber … die Zeiten werden sich wieder ändern! Ganz bestimmt! Bald!

Hoffe ich zumindest…😉