Die Uni-Bib hat ein neues Katalogsystem

… das gar wunderliche Ergebnisse präsentiert: 😀

Suche nach „situated learning“ und Autor „Lave“ bringt folgende Ausgabe:

„Meinten Sie ’situated love‘?“

Leider gab es auch zu diesem Themenkomplex keine Literatur… Hätte mich dann doch interessiert, was man darunter versteht 😀

Zu einem anderen Buch gab es den Vermerk, dass es wohl 3 Auflagen/Ausgaben davon gäbe. Das Anzeigen der Auflagen brachte immerhin

  1. Die Erstauflage des Buches (inzwischen sind wir bei der 25., ist ein grundlegendes Lehrbuch)
  2. Ein Uraltlehrbuch (1984) eines ganz anderen Fachbereichs …
  3. Ein Kompendium der klinischen Neuropsychologie von 1997 …

Katalogsystem, you’re drunk! 😀

 

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Geschichten, die das Leben schreibt – die zweite

Auch diese Geschichte ist wahr – in diesem Fall verpfändet der Erzähler seine Sportgeräte, die Freundin und seine Treffsicherheit für die Wahrheit der Geschichte…

Ein junger Mann steht kurz vor dem 30. Geburtstag, den er auch groß feiern will. Beziehungsweise – man will hineinfeiern.

Und da der Freundeskreis groß ist und die Zahl so schön rund, erfüllen die Freunde ihm den Wunsch und legen gemeinsam mit der Familie zusammen und schenken ihm die ersehnte Skiausrüstung. Komplett vom Ski bis zum Handschuh.

Endlich ist die Party da – und gegen Mitternacht packt das Jetzt-Geburtstagskind dann alles aus und entscheidet, dass man das jetzt unbedingt auch mal anprobieren muss.

Unnötig zu erwähnen, dass schon einiges an Alkohol geflossen war, oder?

Ein Stockwerk tiefer sitzt in der Nachbarwohnung Omma Hilde. Also – sie ist schon Omma, aber nicht vom Geburtstagskind. Wohl aber hört sie trotz Schwerhörigkeit die Party  – und plötzlich auch ein Getöse im Treppenhaus.

Da wird doch wohl nix passiert sein? Oder einer einbrechen wollen? Omma Hilde krabbelt aus ihrem Fernsehsessel und guckt nach dem Rechten.

Kaum aus der Wohnung blickt sie die Treppe hoch – und erstarrt. Ein Alien oder sonst irgendwas unförmiges mit Helm und Schutzbrille steht dort oben! Moment – ein Skifahrer? Auf ihrer Treppe? Im Hochsommer? Sie stößt einen Schrei des Entsetzens aus! Oh mein Gott! Die werden sie holen! Oder umbringen! Oder…

Damit haben nun die Feiernden, die gerade das Geburtstagkind ein Stockwerk höher in voller Montur in Position gestellt hatten, nun wirklich nicht gerechnet! Und es kommt, wie es kommen muss – nicht mehr ganz standfest durch diverse Schnäpse und Biere kommt unser durch den Schrei erschrecktes Geburtstagskind ins Rutschen – und mäht eine Etage tiefer Omma Hilde mit einem eiskalten Bodycheck nieder.

Das Chaos ist perfekt. Nachdem alle Knochen sortiert waren, riefen die Freunde den Notarzt, da Omma doch recht hart zu Boden ging und entsprechend Schmerzen hatte. Das Geburtstagkind hatte inzwischen seinen Spitzensalat eingesammelt und sich kleinlaut wieder in die Wohnung verdrückt.

Am nächsten Tag, als die schlimmsten Katzen vertrieben waren, besann man sich und beschloss, gemeinschaftlich Omma Hilde im Krankenhaus zu besuchen – das schlechte Gewissen war schon recht intensiv:

„Omma Hilde? Haben wir hier nicht mehr.“

„Oh mein Gott, sie ist doch nicht etwas an den Verletzungen gestorben?“

„Moment, ich gucke nach. äh… nein… Moment … sie wurde verlegt, ich frage mal nach…“

Tja – Ende der Geschichte: Nach dem ersten Schock und nachdem klar war, dass sie sich „nur“ die Hüfte geprellt hatte, wurde sie gefragt, wie das denn passiert sei:

„Nun, ich wurde im Treppenhaus von einem Skifahrer überfahren…“

„Äh, wie bitte…?“

„Ja, ich stand da im Flur, plötzlich kam ein Skifahrer in voller Montur und fuhr mich über den Haufen!“

„Ah ja, Omma Hilde, kommen Sie doch mal mit, wir hätten da ein schönes bequemes Zimmer im anderen Bau, da kann sie niemand mehr umfahren, da ist alles gepolstert… „

Ernsthaft – die Ärmste wurde nicht nur vom Nachbarn umgenietet, sondern danach auch noch wegen Wahns in die Psychiatrie zur Beobachtung eingewiesen – aber im Gegensatz zu anderen unschuldig eingekastelten durfte sie nach der umfassenden und reuevollen Aussage der Partygäste wieder nach Hause…

Wie sich das nachbarschaftliche Verhältnis aktuell darstellt – darüber wurde mir nichts berichtet… 😀

Geschichten, die das Leben schreibt – die erste

Auch wenn ihr es nicht glaubt, der Erzähler bürgt mit seiner Gesundheit und dem Leben seiner Göttergattin dafür, dass die Geschichte wahr ist und sich so und nicht anders zugetragen hat… *g*

Also:

Mehrere Jungs osteuropäischer Herkunft (daher: sehr trinkfest…) gehen miteinander angeln. An einen kleinen See in Tschechien. Eher Teich. Mit Fischen drin.

Also hängt man die Angel ins Wasser, und bevor der Wurm nur halbwegs gebadet ist – zappelt auch schon der erste Fisch am Haken. Und der nächste. Und noch einer.

Frohgemut machen sich unsere Angler ans Grillen und sprechen dabei voller Euphorie auch Bier und Schnaps zu.

Es kommt wie es kommen muss – irgendwann sind alle recht fertig und schlafen am Lagerfeuer ein. Bis es dann doch recht kühl wird und einer nach dem anderen wach wird. Noch voll mit Alkohol im Hirn werfen alle ihre Angel mit Maisködern wieder aus – um gleich danach wieder einzuschlafen. Ok, diesmal schafften sie es wohl zumindest bis ins Zelt *gnihihi*

Irgendwann graut es dem Morgen vor dem besoffenen Elend – und die Sonne weckt den ersten unserer tapferen Angler auf. Der kriecht aus dem Zelt – und sieht – HEUREKA! – an seiner Angel rupft es gar fürchterlich!

Er springt auf, so gut es geht, rennt zum Ufer – und holt die Angel ein. Sein Opfer kämpft und zappelt. Dennoch holt er bald die Angel samt Bissopfer ein.

Doch was ist das???

Seit wann können Karnickel schwimmen? Oder gibt es an diesem Teich etwa Seehasen? O.o

Unser wackerer Säufer traut seinen Augen nicht, als er einen zappelnden Karnickel aus dem Wasser zieht!

Inzwischen haben seine Rufe die anderen geweckt. Staunend und diskutierend stehen alle um das Kaninchen, das sich pitschnass wehrt und tatsächlich von der Angel loskommt – um blitzschnell im Gebüsch zu verschwinden.

Zurück bleibt eine Handvoll irritierter Angelfreunde, die sich ihre Beute nicht erklären können. Wie kommt der Karnickel an die Angel? Oder haben sie ihn sich das Vieh dank Restalkohol doch nur eingebildet?

Mitnichten! Doch was war passiert?

Nun, das löste sich auf, als alle ans Ufer gingen und zweifelnd ihre Angeln betrachteten.

Und feststellten, dass sie wohl in der Nacht vom Alkohol beflügelt waren – und in der Dunkelheit mit Riesenelan – die Haken bis ans andere Ufer legten. Wie gesagt – es war eher ein Teich denn ein See.

Und dort – nun dort wäre ein Karpfenbiss sehr verwunderlich gewesen… allerdings war der Maisköder im wahrsten Sinne des Wortes ein gefundenes Fressen für den hungrigen Karnickel… 😀

Und er schwört Stein und Bein, dass das kein Anglerlatein sei 😀