Geschichten, die das Leben schreibt – die erste


Auch wenn ihr es nicht glaubt, der Erzähler bürgt mit seiner Gesundheit und dem Leben seiner Göttergattin dafür, dass die Geschichte wahr ist und sich so und nicht anders zugetragen hat… *g*

Also:

Mehrere Jungs osteuropäischer Herkunft (daher: sehr trinkfest…) gehen miteinander angeln. An einen kleinen See in Tschechien. Eher Teich. Mit Fischen drin.

Also hängt man die Angel ins Wasser, und bevor der Wurm nur halbwegs gebadet ist – zappelt auch schon der erste Fisch am Haken. Und der nächste. Und noch einer.

Frohgemut machen sich unsere Angler ans Grillen und sprechen dabei voller Euphorie auch Bier und Schnaps zu.

Es kommt wie es kommen muss – irgendwann sind alle recht fertig und schlafen am Lagerfeuer ein. Bis es dann doch recht kühl wird und einer nach dem anderen wach wird. Noch voll mit Alkohol im Hirn werfen alle ihre Angel mit Maisködern wieder aus – um gleich danach wieder einzuschlafen. Ok, diesmal schafften sie es wohl zumindest bis ins Zelt *gnihihi*

Irgendwann graut es dem Morgen vor dem besoffenen Elend – und die Sonne weckt den ersten unserer tapferen Angler auf. Der kriecht aus dem Zelt – und sieht – HEUREKA! – an seiner Angel rupft es gar fürchterlich!

Er springt auf, so gut es geht, rennt zum Ufer – und holt die Angel ein. Sein Opfer kämpft und zappelt. Dennoch holt er bald die Angel samt Bissopfer ein.

Doch was ist das???

Seit wann können Karnickel schwimmen? Oder gibt es an diesem Teich etwa Seehasen? O.o

Unser wackerer Säufer traut seinen Augen nicht, als er einen zappelnden Karnickel aus dem Wasser zieht!

Inzwischen haben seine Rufe die anderen geweckt. Staunend und diskutierend stehen alle um das Kaninchen, das sich pitschnass wehrt und tatsächlich von der Angel loskommt – um blitzschnell im Gebüsch zu verschwinden.

Zurück bleibt eine Handvoll irritierter Angelfreunde, die sich ihre Beute nicht erklären können. Wie kommt der Karnickel an die Angel? Oder haben sie ihn sich das Vieh dank Restalkohol doch nur eingebildet?

Mitnichten! Doch was war passiert?

Nun, das löste sich auf, als alle ans Ufer gingen und zweifelnd ihre Angeln betrachteten.

Und feststellten, dass sie wohl in der Nacht vom Alkohol beflügelt waren – und in der Dunkelheit mit Riesenelan – die Haken bis ans andere Ufer legten. Wie gesagt – es war eher ein Teich denn ein See.

Und dort – nun dort wäre ein Karpfenbiss sehr verwunderlich gewesen… allerdings war der Maisköder im wahrsten Sinne des Wortes ein gefundenes Fressen für den hungrigen Karnickel… 😀

Und er schwört Stein und Bein, dass das kein Anglerlatein sei 😀

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