Verfrühter Frühjahrsputz

*hust* So ein Staub hier. Erst einmal kehren, alles wieder ordentlich machen *Staub weg kehrend*

So. Wieder ordentlich.

Hach!

Ich bin zurück. Hoffentlich wieder regelmäßig – zumindest lässt mich mein Job das hoffen.

Apropos Job.

Ich bin zurück in der Wissenschaft.

Ja, zwei Jahre lang habe ich jetzt etwas ganz anderes gemacht – einer der Gründe, warum hier nichts mehr kam. Aber irgendwie hat es nicht gepasst.
Und es fehlte mir auch etwas. Genau – der alltägliche Wahnsinn im Uni-Alltag.

Seit ein paar Wochen habe ich die wieder.

Heißt, ich habe meine Zelte an einer neuen Uni in einer anderen Stadt aber gleichem Fachgebiet wie zuvor aufgeschlagen. Fühlt sich gut an.

Allerdings gehe ich davon aus, dass auch diese Uni viel Raum für nette Anektoden und so bietet.

Ich freue mich schon!

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Administration für die Tonne

Huch, da gammelt ja noch ein unveröffentlichter Leidensbericht herum. Ist zwar schon ein Jahr her … aber tut mir immer noch weh… und geteilter Schmerz ist ja bekanntlich halber …


Für unser Institut gibt es eine eigene Administrateuse, die sich um alle Rechner und Server kümmert.
Eine Fachfrau also.
Oder so was ähnliches.
In jedem Fall kriegt sie Geld dafür, Rechner zu zählen… äh … drauf aufzupassen … äh … zu administrieren…
Ist aber Schmerzensgeld. Für uns.

Administrateuse, Auftritt die erste.

„Also, Frau Administrateuse, wir haben in unserem Seminarraum  ja Bodentanks mit Netzwerkdosen. Es fehlen da vorne aber noch die gemanagten Switche. Die liegen auf dem Schrank, sind aber weder eingerichtet noch verkabelt. Können Sie das bitte machen?“

„Können Sie mir sagen, wie das geht? Warum haben Sie denn nicht die einfachen von Conrad genommen, die gibt es doch schon für weniger als 50 Euro, die stellen Sie einfach rein – die nehmen wir auch immer…“

„Ähm… erstens – wir haben hier verschiedene Subnetze, eines für die Studis, eines vom Lehrstuhl, das WLAN ist auch separat. Außerdem haben wir hier noch einen Server stehen, der auch noch ein eigenes Netz hat. Und da wollen Sie mit den Einfachteilen arbeiten? So … für jedes Netz einen, oder wie?“

„Machen wir drüben im Serverraum auch… außerdem habe ich so etwas noch nie eingerichtet…“

*sprachlos*

Na ja, unterm Strich … wurde es … dauerte fast ein viertel Jahr (sie musste es ja erst herausfinden, wie so was geht – ich kenne zwar privat Leute, die so was können, aber wenn wir schon eine Administrateuse für so etwas haben… soll sie auch was mal neu lernen) und die Leitungsführung im Schrank ist … eigenwillig (Chef: „Soll das ein Strickmuster sein?„), aber … läuft.

Administrateuse, Auftritt die zweite.

Wenig später.

„So, Frau Administrateuse, ich habe jetzt hier einen der Laptops, die wir für die Seminare verwenden wollen, fertig gemacht, so wie wir sie wollen. Die brauchen Sie eigentlich nur noch klonen.“

„Ähm, klonen?“ *hilfloser Blick* „Warum haben Sie denn nicht alles eingerichtet – geht doch schneller als klonen! Außerdem – da muss ich ja jeden Rechner einzeln machen … so, Seriennummern, IP und so…“

*entsetzter Blick meinerseits*

„Hm, sind einfache Windows-Rechner. Schon mal was von Sysprep gehört?“

„Ähm, gehört ja … aber …“ (und nein, dieser Lehrstuhl verwendet sonst kein Linux oder so – also keine Entschuldigung)

Unterm Strich … sie hat wohl Rechner für Rechner mehr oder weniger händisch geklont (externe Tools? Sind nur was für Weicheier. Oder Fachleute.), alle Einstellungen händisch nachgepflegt … und schon ein viertel Jahr später waren die Rechner fertig …

… und sich bzw. mir auf den meisten Rechner die Yahoo- und Ask-Toolbar eingefangen *grummel*

Ich habe außerdem den Eindruck, die Links zu Fortbildungen für Admins hat sie mir übel genommen…


Was macht ein Admin schnell wieder beruflich?

 

Vorlesungsfrei = Urlaub? Denkste!

*vorbeihetz*

Stress im Moment, viele Projekte, die fertig werden müssen … Diss ist auch noch nicht endgültig abgegeben (das Überarbeiten dauert gefühlt länger als das Schreiben…)

… Und irgendwie war die Woche Urlaub auf Balkonien auch ratzfatz vorbei.

Jetzt sitze ich hier am Schreibtisch und arbeite ein Repititorium für eine große Anfängervorlesung aus. Drei Tage Präsenzseminar mit e-Learning-Unterstützung.

Und genau an diesem Material sitze ich.

Zum Zuarbeiten und Ausarbeiten des Projekts, das Basis des Crashkurses ist, haben wir zwei eigentlich sehr gute Hilfskräfte, eine studentische und eine wissenschaftliche.

Im Prinzip sollte der Ablauf so sein:

  • Die Idee des Projekts ist von mir und zusammen mit Chef habe ich das Gerüst des Ganzen entworfen.
  • Die beiden Hilfskräfte haben die Aufgabenstellungen samt Lösungen zu diesem Projekt erarbeitet. Die im erstem Moment nur „WOW“ sind. Nach deren Worten getestet. Und auch tatsächlich  funktionieren.
  • Meine Aufgabe ist nun, für die ersten Kapitel Referenzlerneinheiten zu erstellen, damit die Hiwis danach die restlichen Kapitel im gleichen Stil schreiben können.
  • Ich kontrolliere und korrigiere deren Lerneinheiten und stelle das Material online.
  • Die Hiwis führen das Seminar durch,
  • Danach kann das Material überarbeitet werden, falls nötig.

So weit, so gut.

Leider hänge ich mit der Entwicklung der Lerneinheiten hinterher. Warum?

*FingergewaltsamausderFausthaltunglösend*

Nun, es ist schön, wenn man tolle Aufgaben und Problemstellungen erstellt. Noch besser, wenn man dazu auch Lösungen erarbeitet, die auch in das Material für die Lerneinheiten eingehen sollen.

Leider ist es doof, wenn man dann so schöne Fehler einbaut, die man erst beim genauen Kontrollieren und Durcharbeiten feststellt, so dass ich jetzt alle Problemstellungen und Lösungen genau kontrollieren muss.

Und danach – wenn es mir um die Ohren flog –  das Ganze immer wieder – gerade für die verschiedenen Randbedingungen – zum Funktionieren bringen muss.

DAS WERDEN NOCH LANGE 4 Wochen 😦

(Ok, morgen sehen ich die Hiwis … meine Mäkelliste ist LANG! Besucht mich notfalls jemand im Knast…? O:) )