Flashback … Excel for Runaways…

Keine Ahnung, warum mir das mal wieder einfiel…
Aber ich muss heute noch drüber lachen. Wahlweise auch rhythmisch mit dem Kopf auf den Tisch schlagen. Je nach Laune.

Also.

Vor einigen Jahren gab ich einen Excel-Kurs für Fortgeschrittene, in dem es um die Verwendung von Verweisen, Funktionen rund um Texte oder auch statistische Funktionen ging. Ja, ich war jung und brauchte das Geld.

Irgendwann war mal wieder ein Wochenendkurs. Ausgebucht, viele erwartungsvolle Gesichter hinter’m Rechner.

Erster Schritt nach der eigenen Vorstellung: „Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer, mich würde interessieren, warum sie hier sind … genauer … was können Sie, was wollen Sie lernen und warum.“

Ja, einer nach dem anderen erzählte etwas, bis eine Dame – nennen wir sie … hm … Annabell – dran kam:

Sie wäre da, weil sie diejenige im Büro sei, die sich am besten mit Excel auskenne … und sie solle danach die anderen anleiten, damit sie das auch lernten.
Wow … endlich mal jemand im Fortgeschrittenenkurs, der nicht mit der Eingabe einer Summenformel überfordert ist… Toll!

Danach begann die Arbeit … zum Warmwerden und Gegencheck der Kenntnisse erst mal eine recht einfache Aufgabe mit „normalen“ Formeln – also Dreisatzformeln uns so ein Zeug.

Annabell zückte den Taschenrechner. Hm… ja, kenn ich… manche vertrauen ihren Formeln nicht, was solls… soll sie nachrechnen, wenn sie Excel nicht glaubt.

„Sie, Frau Aussichteinsicht, ich komme mit den Formeln nicht klar, könnten Sie das nochmal erklären…?“ nach ein paar Minuten ein Teilnehmer. Die anderen nicken spürbar erleichtert, dass endlich sich jemand traute zu fragen.

Nur Annabell zeigt stolz ihre Ergebnisse. Scheint wohl wirklich ein bißchen Ahnung zu haben. Passt!

Egal… Ich zeige am Beamer wie die Formeln aufgebaut sind … als plötzlich Annabell herausplatzt:

„WIE? Excel kann auch rechnen???“
Huch … will sie mir damit sagen, dass das alles Peanuts sind, was wir da machen … oder meint sie es ernst?
„Ähm … ja?! Warum fragen Sie…?“

„Oh, wir nehmen Excel immer nur für unsere Adressdatensätze … und tragen Zahlen und so immer direkt ein … aber dass das auch selbst rechnen kann… wow… Da werden am Montag die Kollegen im Büro aber staunen!“

Kopf –> Tisch

*wein*

Da staunt der Laie und der Experte wundert sich …

Vor ein paar Tagen.

Kollege öffnet sein Notebook, das in seiner Docking-Station gelangweilt vor sich hinläuft, um für die Vorbereitung einer Präsentation beide Bildschirme (also den internen und den großen 27″-Monitor am Schreibtisch) zu nutzen. Alles gut, alles klappt.

Kollege schließt das Schleppi. Und – PLOPP! – sein externer Bildschirm ist … Graustufen!

Zurückstellen? Keine Chance. Treiber? Alle aktuell. Einstellungen? Alle richtig.
Der Monitor hängt via Graphic-Port an der Docking-Station.

Also mal mit DVI via Docking-Station angeschlossen – Farbe und bunt.

VGA vom Schleppi direkt – Farbe und bunt.

HDMI vom Schleppi direkt – Farbe und Pixelfehler. Lag aber am Kabel.

OK, Kreuztest via Graphic-Port: Mal seinen und meinen Laptop über die Dockingstation jeweils an den anderen Monitor – und schon guckt mich ein grauer Bildschirm an. Und er freut sich über Farbe und meinen Desktop.

Da mein Laptop in seiner Dockingstation – Farbe und bunt, sein Laptop in meiner Station – tristes Grau, lautete unsere Diagnose:

Muss wohl etwas im Anschluss der Messerleiste am Boden von Kolleges Schleppi sein.

Mist.

Ok, nachdem wir eine Woche unterwegs waren und Kollege dann auch mal in Urlaub geht, wollten wir den Rechner während seines Urlaubs zum Kundendienst geben. Ist ja noch Garantie. Und bis dahin ergab er sich in sein Schicksal, alles in Graustufen zu sehen (Weil – DVI liefert für diese großen Bildschirme eine zu niedrige Auflösung).

Zurück zum Heute.

Chef meinte, dass Wireless Display doch für unseren Seminarraum (ja, der wird nach nur 2 Jahren endlich fertig!) ganz schick wäre – und eigentlich sollten unsere Rechner das können… Also wurde Kollege beauftragt, das zu prüfen.

OK, Hardware sollte das können. Hm, aber beim Aktivieren am Notebook bekamen wir eine Fehlermeldung, dass die Hardware das doch nicht könne. Aber dank Geräte-Manager und GidF finden wir heraus, dass das WiUSB-Modul, das als fehlerhaft installiert angezeigt wird, wohl genau dafür zuständig ist und dass das ein Treiberproblem bei gebrandeten OEM-Windows-Versionen ist (Danke, Dell!). Seitdem versucht Kollege, den Fehler zu beheben.

Und hat sich daher nach einigen Fehlversuchen („Installieren Sie erst XX neu!“ – „Treiber YY nicht kompatibel zu Treiber ZZ“ usw.) entschlossen, ein komplettes Treiberupdate zu machen.

Nach Installation von fünf oder sechs Treibern will das System neu starten. Ok, na dann.

REBOOT …

Heureka!

Nein, WiDi geht noch nicht, aber – Kolleges Monitor ist wieder BUNT!

Zumindest kann er die Rest-Treiberinstallation jetzt in knallbunt verfolgen… 😉

Ganz ehrlich? Ich verstehe grade nicht, was genau da passiert ist. Wäre der Rechner abgestürzt, ein Update hätte nicht geklappt oder sonst irgendwas, könnte ich nachvollziehen, warum irgendein Treiber (welcher, wissen wir nicht) zerschossen wurde. Aber so? Beim Zuklappen und daher Umschalten von Monitor zu Monitor?

Weird.

Die Uni-Bib hat ein neues Katalogsystem

… das gar wunderliche Ergebnisse präsentiert: 😀

Suche nach „situated learning“ und Autor „Lave“ bringt folgende Ausgabe:

„Meinten Sie ’situated love‘?“

Leider gab es auch zu diesem Themenkomplex keine Literatur… Hätte mich dann doch interessiert, was man darunter versteht 😀

Zu einem anderen Buch gab es den Vermerk, dass es wohl 3 Auflagen/Ausgaben davon gäbe. Das Anzeigen der Auflagen brachte immerhin

  1. Die Erstauflage des Buches (inzwischen sind wir bei der 25., ist ein grundlegendes Lehrbuch)
  2. Ein Uraltlehrbuch (1984) eines ganz anderen Fachbereichs …
  3. Ein Kompendium der klinischen Neuropsychologie von 1997 …

Katalogsystem, you’re drunk! 😀